• Mrz 30
    Berater machen zu oft vor dem Operativen Halt.
    © bpedro

    Warum sollte man sich eigentlich externe Berater – neudeutsch Consultants – ins Haus holen? Es müssen ja nicht gleich die ganz großen Namen wie McKinsey oder Boston Consulting sein. Auch kleine und mittelständische Unternehmen holen sich Unternehmensberatungen ins Haus, die sich auf ihre Branche oder auf ihre Problemstellungen spezialisiert haben.

    Was ganz klar dafür spricht, einen Unternehmensberater zu engagieren: Berater haben oft den Außenblick, den man als Manager, der im Operativen behaftet ist, häufig nicht hat. Hinzu kommt, dass Berater dabei dienlich sein können, auch einmal unbequeme Wahrheiten anzusprechen und zu diskutieren.

    Was bis heute aber noch immer ein Problem darstellt: Externe Berater kommen ins Haus, analysieren gut, viele von ihnen machen das auch redlich und zu angemessenen Honoraren. Danach erstellen sie noch eine Powerpoint-Präsentation, geben viele Tipps, schreiben ihre Abschlussrechnung und weg sind sie. Eine Verantwortlichkeit für die Umsetzung dessen, was sie empfohlen haben, gehen die Wenigsten von ihnen ein.

    Das bringt die gesamte Branche mitunter in Verruf: Tolle Vorschläge machen kann jeder. Danach ist das Unternehmen aber so allein, wie es auch vor dem Engagement der Berater war. Und daher ist es durchaus zu empfehlen, sich die Berater ins Haus zu holen, die nicht nur analysieren sondern auch realisieren.

  • Mrz 23
    Niedrige Zinsen lassen die Krise wachsen
    © matze_ott

    Es klingt paradox. Es zeigen die Erfahrungen auf europäischer Ebene jedoch, dass es einen Zusammenhang gibt: Niedrige Zinsen lassen die Schulden steigen. Dabei sollte man doch denken, es sei genau umgekehrt.

    Doch die Erklärung – die in makroöknomische Dimensionen vordringt – ist eindeutig nachzuvollziehen. So schreiben sie im Beitrag Deutschland-Bond: Unverhofft kommt oft im INSM-Ökonomen-Blog:

    "Aber seit der Eurokrise wissen wir auch, dass sinkende Zinsen den Schuldenhunger vergrößern. So geschehen in Griechenland, Spanien, Italien und Portugal. Der entstandene finanzielle Spielraum, wurde nicht etwa für Steuersenkungen oder für nützliche staatliche Investitionen (z.B. in Bildung) genutzt, sondern der Staatsapparat wurde immer weiter aufgebläht und Steuergeschenke verteilt. Das ging solange gut, bis die Finanzmärkte das Vertrauen verloren haben. Warum sollte das in Deutschland auf nationaler Ebene nun anders sein?"

    Dessen ungeachtet fordern Bundesländer in Deutschland dennoch auf das Instrument der Schulden-Bonds, wie es zum Beispiel im Artikel Deutschland-Bonds wichtig für Länderfinanzierung auf Welt Online heißt:

    "Da die Länder ab 2020 keine Schulden mehr machen dürfen, werde der Markt zur zinsgünstigen Kreditbeschaffung für die Länder kleiner. «Deshalb braucht man eine langfristige und zukunftsfähige Lösung."

    Damit hoffen die Bundesländer in etwa auf das, was auf europäischer Ebene ja auch noch immer diskutiert wird: Gemeinsame Bonds, bei der die schwachen Länder von den guten Ländern profitieren und die wiederum in die Haftung einsteigen.

  • Mrz 15
    Der Business-Plan der Zukunft? Der mündige Angestellte!
    © Vlad & Marina Butsky

    Das ausgerechnet ein Unternehmensberater diesen Vorschlag in der Schweiz umzusetzen versucht, grenzt schon an Ironie . Denn wenn es in einem Betrieb keine Manager mehr gibt und die Angestellten alles selber entscheiden, wen soll er dann noch beraten? Das in Brasilien ansässige Unternehmen SEMCO lebt es der Wirtschaft seit Jahren erfolgreich vor: Der Business-Plan der Zukunft ? Der mündige Angestellte! Hier gibt es keine Bosse, die für Jahrzehnte fest auf ihrem Bürostuhl kleben bleiben und bei falschen Entscheidungen, mit einer Entschädigung in Millionenhöhe nach Hause geschickt werden. Sie werden vom Personal gewählt und können genauso auch wieder abgewählt werden. Um in alle Feinheiten dieses Systems einzutauchen, ist an dieser Stelle leider kein Platz. Aber es sollte einmal über die wirklichen Vorteile eines Systems, wie SEMCO, es betreibt nachgedacht werden . Wenn jeder Angestellte selber entscheidet, wie viel er arbeiten möchte, was er verdient und ob er lieber in der Firma oder zu Hause tätig ist-dann entsteht eine Art Gruppenzwang. Das Wort klingt negativ, ist es in diesem Zusammenhang aber nicht. Denn hier reguliert die Gruppe bei auftretenden Problemen sich selber. Ein Chef, der ständig Freizeit macht und Millionen verdient, wird in einem solchen System nicht lange der Chef bleiben. Ein Arbeiter, der immer beste Leistung bringt und seine Kollegen, wo es möglich ist, unterstützt, wird es als dank von seinem Mitarbeitern zurückbekommen. Vielleicht ist diese Art der Arbeit, welche ein wenig an "Volkseigene Betriebe" erinnert, tatsächlich der Business-Plan der Zukunft!